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Alternative Lehrmittel der Dritten Welt

Ein Ausstellungsprojekt des Saarl. Schulmuseums Ottweiler


Obwohl viele Länder der Dritten Welt immer mehr Lehrer einstellen, kann man ihnen dort oft nicht einmal die einfachsten Lehrmittel zur Verfügung stellen. Selbst von dem Minimalziel "Ein Buch pro Schüler und Jahrgang" sind viele Länder weit entfernt. Diese Misere betrifft besonders die naturwissenschaftlichen Fächer, da hier zusätzlich noch Experimentiermaterial benötigt wird. Einige Länder veranlassen schon die Produktion von Lehrmitteln, die auf die speziellen Verhältnisse des Landes zugeschnitten sind, schnell und günstig in der Produktion sind und einfach zu handhaben.

Es fehlen jedoch nicht nur Lehrmittel, auch methodisch und experementiertechnisch erfahrene Lehrer, die Lehrmittel in komplexen Lernprozessen handhaben könnten, sind Mangelware.

Die Ausstellung zeigte Beispiele angepasster Lehrmittel, die von Lehrern in Seminaren in Afrika, Asien und Lateinamerika entwickelt wurden. Ferner sollte die Ausstellung den Unterrichtenden der westlichen Welt mit ausreichender Lehrmittelversorgung Anregungen geben, wie im Sinne reformpädagogischer Ansätze Lehrmittel von Schülern und Lehrern selbst hergestellt werden können, aber auch ein Schlaglicht auf die soziale Situation des Ausbildungssystems der Entwicklungsländer werfen.

Der Leihgeber und Initiator der Ausstellung, Herr Hans Schmidt, der auf langjährige pädagogische Praxis in den unterschiedlichsten Schulsystemen in Entwicklungsländern zurückblickt, hat Handreichungen zur Ausstellung verfasst und in seinem Eröffnungsvortrag im historischen Schulsaal des Museums die Inhalte und Zielsetzung der Ausstellung beschrieben.

Einblick in die Sammlung der unterschiedlichsten, in der Dritten Welt hergestellten Lehrmittel